Tobias Schütte (2011 - )

Der gelernte Kunstschmied studierte klassische und Jazz-Posaune sowie Komposition/Arrangement und Blasorchesterdirigat an der Hochschule für Musik ”Franz Liszt” in Weimar, an der Folkwang-Universität in Essen, am ”ArtEZ”-Conservatorium in Enschede, am Leopold Mozart-Zentrum in Augsburg  bei Maurice Hamers und am Conservatorio „Guiseppe Tartini“ in Trieste, Italien.

 

Als Posaunist und Komponist folgten zahlreiche Aufträge für Bühnenmusiken und Engagements u.a. am Grillo- und Aalto-Theater in Essen sowie zahlreiche Konzerte in Deutschland und Europa. Neben seinem Mitwirken in diversen Ensembles und Bandformationen arbeitet Tobias Schütte als Dirigent und musikalischer Leiter sowohl bei Theaterproduktionen als auch für Blasorchester und Big Bands. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Dortmund, Fachbereich Musik

und ist Teil des künstlerischen Beirates der „Jungen Bläserphilharmonie NRW“. Im September 2011 übernahm Tobias Schütte die musikalische Leitung des Symphonischen Blasorchesters des Musikverein „AMICITIA 1796“ Garbeck.

Martin Theile (2001 - 2011)

Die musikalischen Wurzeln des 1979 in Olpe geborenen Musikers liegen im Musikverein Frenkhausen und in der Musikschule Drolshagen. Sein Lebensweg führte ihn nach dem Abitur zum Musikkorps der Bundeswehr und danach ins niederländische Maastricht, wo er Dirigieren (Pierre Kuijpers) und Klarinette (Jan Cober) studierte. Von 2004 bis 2015 war Martin Theile zunächst als Lehrkraft, ab 2010 als Leiter an der Musikschule Lennetal beschäftigt, wo er sich als begeisternder Instrumentalpädagoge und als exzellenter Dirigent des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule einen Namen machte.

Seit 2015 arbeitet er bei der JeKits-Stiftung in Bochum und ist dort einer der verantwortlichen Referenten und Fachberater des größten Musikalisierungsprogramms Deutschlands, zudem ist er Mitglied und Sprecher des Beirats der Jungen Bläserphilharmonie NRW. Seit 2012 ist Martin Theile musikalischer Leiter des Musikvereins "Blau-Weiss" Lichtringhausen. Außerdem leitete er als Chefdirigent oder Gastdirigent unter anderem das Märkische Kreisjugendorchester, das Landesblasorchester des Hessischen Turnverbandes, die Junge Bläserphilharmonie NRW, den Musikverein Wipperfürth, das Blasorchester Dabringhausen und in seinem Examenskonzert auch das Musikkorps der Bundeswehr.

In seine Dirigententätigkeit beim Musikverein „AMICITIA 1796“ Garbeck fallen unter anderem mit dem Landesmusikfest in Olpe, bei welchem der Verein mit dem Prädikat „sehr gut“ in der Oberstufe abschließen konnte, dem Konzert im Konzerthaus Dortmund anlässlich der Verleihung der „Pro-Musica-Plakette“ und der „Night of Music“ in der Balver Höhle zahlreiche Meilensteine des Vereins. Überdies hinaus entwickelte er auch die traditionellen Auftritte auf Schützenfestes entscheidend weiter. Nach zehn erfolgreichen Jahren übergab Martin Theile im Jahr 2011 die musikalische Leitung an Tobias Schütte.

Hans Dörner (1989 - 2001)

Hans Dörner wurde im Jahr 1940 geboren. Nach seiner schulischen Laufbahn studierte Hans Dörner Musik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und an der Hochschule für Musik Detmold in den Fächern Posaune und Klavier.

1967 wurde Hans Dörner Solo-Posaunist im Landestheaterorchester Detmold, 1968/69 in gleicher Position im Sinfonieorchester Osnabrück. 1970 bis 1996 war er Solo-Posaunist des Philharmonischen Orchesters Dortmund. Seit 1986 bekleidete er zudem die Position des Lehrbeauftragten an der Musikhochschule Köln, Abteilung Wuppertal.

Neben diesen Tätigkeiten hat sich Hans Dörner darüber hinaus als Komponist und Arrangeur einen Namen gemacht. Zu seinen werken gehören zahlreiche Lieder, Instrumentalkonzerte, Kammermusik, Chormusik und Kompositionen für Blasorchester.

Im Jahr 1989 wurde Hans Dörner Chefdirigent des Musikvereins „AMICITIA 1796“ Garbeck. In den Zeitraum seiner Leitung fallen der Umzug des Vereins in das eigene Musikheim auf Buschen Hof und das 200-jährige Jubiläum. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine CD eingespielt, die die Musik des Gründungsjahres wiederspiegelt, woran Hans Dörner einen maßgeblichen Anteil als Arrangeur und Solist hatte. Im Jahr 2001 endete die langjährige Zusammenarbeit mit der Stabübergabe an seinen Nachfolger Martin Theile.

Heinrich Stockmann (1974 - 1989)

1974 löste Heinrich Stockmann Fritz Volkmer als musikalischer Leiter des Großen Orchesters ab. Dies stellte eine Zäsur innerhalb des Musikvereins dar, da mit einem Berufsmusiker ein neuer, zukunftsweisender Weg gegangen wurde.  

Heinrich Stockmann war Kammermusiker und ehemaliger Konzertmeister des städtischen Orchesters Hagen und wurde 1974 als Dirigent und Ausbilder im Musikverein verpflichtet. Während seiner Militärdienstzeit war er Trompeter bei einem Heeresmusikkorps. Er setzte neue Maßstäbe in der Professionalität und stellte hohe Anforderungen an die Laienmusiker der “Amicitia“. Der heute übliche Weg mit der Verpflichtung von Berufsmusikern als Leiter von Laienorchestern nahm in Garbeck mit Heinrich Stockmann seinen Anfang. 

In seine Zeit fällt die Etablierung des des Wunschkonzertes in Garbeck, welches erstmals 1976 ausgerichtet wurde, und das Neujahrskonzert in Eisborn (ab 1982) zusammen mit dem Trommlerkorps Eisborn. 

Im Jahr 1989 musste Heinrich Stockmann nach 15 äußerst erfolgreichen Jahren, in denen er dem Orchester vorstand, das Dirigat aus geundheitlichen Gründen in andere Hände geben. Hans Dörner folgte ihm in der Position des Dirigenten. 

Für seine Verdienste rund um den Musikverein Garbeck wurde er zum 1989 zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt und 1990 im Zuge der Patronatsfeier mit dem Wappenteller der Gemeinde Garbeck, aufgrund seines Engagements im Vereinswesen und um das Wohl der Gemeinde Garbeck, ausgezeichnet. 

Heinrich Stockmann verstarb im Mai 1992. 

Fritz Volkmer (1969 - 1974)

Fritz Volkmer, geboren 1927 in der Grafschaft Glatz im damaligen Schlesien, stammte aus einer musikalischen Familie und spielte u.a. Mandoline, Geige, Gitarre und Klarinette. Nach dem zweiten Weltkriege führte ihn sein Weg nach Garbeck, wo er schnell Anschluss an die „Amicitia“ fand.

Nach dem plötzlichen Tod des damaligen Dirigenten Hans Weber im Jahre 1969, übernahm Fritz Volkmer aus den Reihen des Vereins die musikalische Leitung des Orchesters. Fritz Volkmer machte sich überdies hinaus vor allem in der Jugendarbeit einen Namen.

So wurde auf seine Initiative hin bereits 1965 ein Jugendorchester gegründet, welches bis heute einer der Grundpfeiler der musikalischen Ausbildung darstellt. Unter seiner Leitung hatte dieses jugendorchester in den 70er-Jahren bis zu 40 Auftritte im Jahr, wie z.B. einem Auftritt in der Halbzeitpause eines Spiels des FC Schalke im damaligen Parkstadion. Zudem sind viele der auch noch heute aktiven Mitglieder durch Fritz Volkmer an die Musik herangeführt und ausgebildet worden.

Der Musikverein Garbeck hat Fritz Volkmer über die Leitung des Großen Orchesters hinaus viel zu verdanken. Es lässt mit Fug und Recht behaupten, dass der Verein ohne sein Engagement diese Entwicklung nicht hätte nehmen können.

 

Im Jahre 1974 gab Fritz Volkmer die Leitung des Großen Orchesters aufgrund der vielen Aufgaben in der Jugendarbeit an Heinrich Stockmann weiter.

Hans Weber (1936 - 1969)

Im Jahre 1936 übernahm Johannes „Hans“ Weber die Leitung des Musikvereins. Er spielte Violine und mehrere Blasinstrumente und war Mitbegründer der Musikvereine Allendorf und Hagen. Vor seiner Ernennung zum Bahnhofsvorsteher in Garbeck war er Posaunist und Baritonist in der Kapelle des Bahnschutzes der Reichsbahndirektion Wuppertal und in der Stadtkapelle Menden. In seine Zeit fiel mit dem zweiten Weltkrieg einer der schwersten Jahre der Amicitia, sodass auch unser Verein unter die enormen Entbehrungen und Verluste des Krieges zu spüren bekam. Unter seiner Stabführung war es jedoch möglich im Jahre 1947 14 junge Männer für den Musikverein zu begeistern, sodass das Orchester wieder zu einem 37-Mann starkem Orchester anwachsen konnte. Zu dieser Zeit wurden bis zu zehn Schützenfeste im Jahr gespielt, was den Wert dieser Arbeit zeigt.

Im Juli 1969 endet die Dirgentschaft jäh durch den unerwarteten Tod Hans Webers. Mehr als 32 Jahre hatte er dem Musikverein vorgestanden. Sein größtes Anliegen war die Jugendausbildung. Sein letzter Gruß an den Verein: “ Grüß mir die Jungen! Haltet zusammen! Bleibt beieinander! “

Bernhard Vedder (1928 - 1936)

Bernhard Vedder leitete den Musikverein in den Jahren 1928 bis 1936. Zur damailgen Zeit wurden die Dirigenten nicht durch den Vorstand ernannt, sondern durch die Mitglieder gewählt.

Der begabte Musiker spielte unter anderem Flügelhorn und Trompete. In seine Zeit fällt das 140-jährige Jubiläum, welches zur damaligen Zeit mit einem „Sauerländer Abend“ begangen wurde. Neben der Leitung des Musikverein Garbeck, hatte er darüber hinaus noch die Leitung des Männergesangvereins Garbeck und zahlreicher anderer Chöre in der Umgebung inne. Hierzu sei gesagt, dass in den 20er-Jahren eine zeitweilige Fusion beider „Amicitias“, Musik- und Männergesangverein“ stattfand.

Bernhard Vedder übergab das Amt des Dirigenten im Jahre 1936 an Hans Weber.